lean entrepreneur

managing without managers

Die Idee hinter dem European Pirate Summit

Posted by Manuel on September 24, 2011 | Comments Off

Am Dienstag, den 20. September, haben wir den ersten European Pirate Summit in Köln “zelebriert”. Der Pirate Summit ist eine Konferenz für Entrepreneure und hat nichts mit der Piratenpartei zu tun. Die Namens-Idee geht zurück auf den mittlerweile legendären Artikel von Mike Arrington “Are you a pirate“.

Auf der Konferenz war unter anderem auch Martin Bryant – European Editor von The Next Web – der mich zu der Idee, den Hintergründen, der PR-Strategie und der einzigartigen Location befragt hat. Meine Antworten gibt’s im Video.

Rezension: The Benevolent Dictator von Michael Feuer

Posted by Manuel on June 9, 2011 | Comments Off

Vor ein paar Tagen ist mir eine Vorab-Kopie von Michael Feuers Buch “The Benevolent Dictator” ins Haus geflattert. Ich habe eine Zugfahrt am Wochenende genutzt um das Buch zu lesen. Hier ein paar Eindrücke.

Wer ist Michael Feuer?

Michael Feuer kannte ich vorher gar nicht. Einen Eindruck bekommt man aber schon in den ersten Kapiteln. Laut Eigenbeschreibung hat Michael Feuer 1988 zusammen mit einem Partner und $20.000 eigenem Kapital OfficeMax gegründet. OfficeMax ist eine Kette für Büromaterialien. In 16 Jahren hat er sie zu einem “Imperium”  mit knapp 1.000 Filialen und einen Jahresumsatz von ca. 5 Milliarden Dollar ausgebaut. Im Jahr 2003 konnte er OfficeMax für fast 1,5 Milliarden Dollar verkaufen.

Nach einigen Jahren Beratung und anderen Tätigkeiten hat er in 2010 Max-Wellness gegründet. Ziel ist es einen neuartigen Wellness-Tempel aufzubauen. Mit seinem Buch “The Benevolent Dictator” will er sein unternehmerisches Wissen weiter geben.

Die Struktur von “The benevolent dictator”

Das Buch ist in die vier Phasen: “Start-up”, “Build out and put the idea to the test”, “Constant Reinvention” und “The Payday” gegliedert. Typische Phasen eines erfolgreichen Start-ups also. Jede Phase enthält verschiedene Kapitel bzw. “Lesson”. Insgesamt sind es 40. Bei den Lektionen geht es Tipps zu Funding, Recruiting, Motivation von Mitarbeitern, Produktivität, Selbst-Management, Wachstum, Exit-Strategien etc. Eigentlich alles was das Unternehmertum begehrt.

Unter den Lektionen sind Titel dabei wie: “You can’t live with ‘em – How to manage prima donnas, employees who think “it’s not their job”, and the perfectionists” oder “Don’t open the doors until the start-up passes the smell test – and don’t be afraid to call time-out just to be sure”. Eigentlich ganz interessant also.

Der Stil

Das Buch ist generell einfach lesbar geschrieben. Kurze prägnante Sätze und “normale” Sprache. Das gefällt mir. Die “Stories” und Anekdoten rund um OfficeMax und MaxWellness, die vor allem zu Anfang des Buches beschrieben sind, wirken auflockernd. In der Mitte des Buches wird es etwas dröger. Das liest sich zwar manchmal schneller und kommt direkt zum Punkt, bleibt aber nicht so anschaulich “hängen”. Beim Ende mit der Beschreibung des erfolgreichen IPO wird es wieder etwas emotionaler und es wird deutlich, dass Michael Feuer sichtlich stolz auf sich ist.

Die Lektionen wirken teilweise etwas lieblos aneinander gereiht. Das mag daran liegen, dass jede Lektion auch für sich alleine stehen soll. Ich glaube aber nicht, dass jemand ein solches Buch immer wieder als Ratgeber nutzt. Dafür bietet es zuwenig “Spezialwissen” (was ich auch nicht erwarte).

Was nervt: Einige der Aussagen im Buch kommen immer wieder vor. Teilweise nutzt Michael Feuer dabei auch identisches Wording bzw. Anekdoten. Ich hatte eine Vorabversion, diese Schönheitsfehler sind vielleicht in der Endfassung behoben.

Die Inhalte

Michael Feuer ist überzeugt, dass ein Unternehmer ein “wohlwollender Diktator” sein sollte. Dies wird im gesamten Buch deutlich. Sein Management-Stil ist provokant gesagt (in vielen Punkten) ein “My way or the highway”-Ansatz (auch wenn er das so nie bestätigen würde). Diskurs und gemeinsame Unternehmensgestaltung findet kaum statt. Arbeiten würde ich mit und bei ihm nicht gerne. Aber sein Stil und seine Methodiken waren sicher ökonomisch erfolgreich. Und – positiv formuliert – wissen bei ihm immer alle woran sie sind.

Für mich war inhaltlich nicht so viel Neues dabei. Sicher, einige Lektionen wie z.B. die Beschreibungen der Verhandlungstaktiken oder auch wie man Krisen übersteht (und z.B. Miete sparen kann) sind spannend. Außerdem gibt es auch eine Fülle konkreter Ideen und Tipps. Hier mal einige die herausstechen:

  • If you don’t ask you will never get. This applies to vendors, employees, and even bosses.
  • The word “no” is just a synonym for “maybe”. This realization led me to train my team to comprehend that the “no” you receive the first nine times is merely a disguised maybe – because the other guy is looking for a reason why not to proceed, or doesn’t understand what you’re asking. It’s only after the tenth time – when the other person hangs up on you or walks out of the room and slams the door – that “no” really means “no”.
  • You must always look at a new idea through the customer’s eyes – not just from an operator’s perspective.
  • The journey better be as much fun as the destination.
  • Always play by the “Mother Rule”: if you don’t want your mother to know you did something, don’t do it – because it is probably wrong.
  • Never fall in love with the underpinnings of your idea. Instead fall in love with the expected results that you might achieve. To put it more crudely, “Don’t drink you own bathwater.”
  • Know when enough is enough and it’s time to pull the plug on your project and pack it in.

Gut fand ich mal ein Buch zu lesen wo jemand Management-Techniken für den Handel beschreibt. Insbesondere die Bereiche über Führung, Kultur und HR sind auf andere Industrien – z.B. für Web-Startups – nicht so einfach übertragbar. Einen Programmierer muss man sicherlich anders steuern und motivieren als einen Kassierer im Geschäft. Aber genau dadurch wird wieder die Bedeutung des kontextabhängigen Führens (und Handelns im Allgemeinen) deutlich.

Das Fazit

The benevolent dictator ist ein ziemlich normales und durchschnittliches Buch über Entrepreneurship. Es will – natürlich – mehr sein; revolutionär mit neuen Einsichten. Diesem Anspruch wird es nicht gerecht.

Gut ist, dass mitunter sehr konkrete Tipps uns Tricks dabei sind. Die können für alle Unternehmer interessant sein. Für Unternehmer aus dem Handel sind vor allem die Steuerungsaspekte sehr konkret und sicherlich hilfreich. Insgesamt ist das Buch aber sowohl stilistisch als auch inhaltlich kein Meilenstein der Unternehmerliteratur, aber durchaus lesenswert.

Für mich habe ich wiedermal mitgenommen, dass Unternehmertum eine alte Kunst ist. Auch früher gab es schon erfolgreiche Unternehmer. Michael Feuer ist sicher kein “alter” Unternehmer, er verfolgt aber recht klassische Management-Methoden. Das ist gar nicht mal schlecht gemeint. Das Schöne ist, dass verschiedene Management-Stile zum Erfolg führen können.

Entrepreneure starten ein Unternehmen weil sie müssen, nicht weil sie wollen

Posted by Manuel on November 30, 2010 | Comments Off

The people who successfully start independent businesses do it because we have no real choice in the matter. The voice in our heads won’t shut up until we discover if we’re right, if we can do it, if we can make something happen. This is an art, our art, and to leave it bottled up is a crime.

Seth Godin on the urge of starting a company

Mehr Zeit im Büro, weniger Zeit auf Konferenzen

Posted by Manuel on October 18, 2010 | Comments Off

When you’re not in your office on a regular basis you’re not showing leadership. You’re not setting the agenda. You’re not establishing culture, inspiring people or resolving conflicts. When you’re on the road all the time you’re not as productive. You reach diminishing marginal returns of the next person you met in relation to all that you’re sacrificing by not being in the office working.

If you’re a startup CEO – don’t kid yourself.  Get back to work. There’s a team in the office in need of your guidance.

- Mark Suster in seinem Blog Both Sides of the Table

Internetwoche Köln – Mein Fazit

Posted by Manuel on September 19, 2010 | 9 Comments

Heute ist der letzte Tag der Internetwoche Köln. Ende Juni hatte Valentina Kerst die Initiative im Interview mit mir angedeutet.  Ich habe in den vergangenen Tagen nicht nur die DMEXCO, sondern auch verschiedene Veranstaltungen der Internetwoche besucht. Hier ist mein Fazit dazu:

Was haltet Ihr von der Internetwoche Köln? Was war gut, was muss noch besser werden?

3 Strategien Konflikte zu verhindern

Posted by Manuel on September 2, 2010 | 2 Comments

Konfliktsituationen auf inhaltlicher Ebene werden häufig als Konflikt auf Beziehungsebene misinterpretiert. Schnell kann daraus ein emotionaler und persönlicher Konflikt entstehen. Dabei kann mit etwas rhetorischem Geschick die Brisanz schon im Vorfeld aus Konversationen genommen werden die zu eskalieren drohen.

3 Tipps wie Konflikte im Vorfeld verhindert werden können:

  • Positiv antworten und für die Gedanken des Anderen bedanken. Dabei hilft es die Gedanken des Gegenübers zu bestätigen bevor die eigene Meinung geäußert wird. Das bedeutet nicht, dass der Argumentation zugestimmt werden muss.
  • Fragen anstatt Argumentieren hilft , um dem Gegenüber einen neuen Gedankenanstoß zu geben. So helfen z.B. Fragen wie “Was wäre wenn…?”, “Hast Du darüber nachgedacht, dass…?” oder “Könnte eine andere Möglichkeit sein, dass…?”
  • Argumente konkretisieren und anhand von persönlichen Erfahrungen durchspielen hilft ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Eventuell kann man daraus sogar eine gemeinsame Lösung ableiten, die besser ist als beide isolierten Meinungen.

Insgesamt geht es um eines der wichtigsten Grundlagen zwischenmenschlicher Kommunikation: Nicht nur der Inhalt ist wichtig, sondern der Ton macht die Musik. Dadurch wird Respekt vor dem Anderen und seinen Aussagen gezeigt. Fühlt sich der andere ernst genommen und verstanden, ist es viel einfacher die Diskussion auf der Inhaltsebene fortzuführen. Und dort tun Konflikte in der Regel weniger weh.

Warum Jan Sessenhausen vom HTGF zum Likemind kommt

Posted by Manuel on August 19, 2010 | Comments Off

Jan Sessenhausen, Investmentmanager beim High-Tech-Gründerfonds, erklärt warum er gerne zum Likemind CGN kommt und wie er vom Likemind gehört hat.

Michael Keferstein von CaptchaAd im Interview

Posted by Manuel on August 16, 2010 | Comments Off

Schon im Juni hatte ich beim Likemind CGN die Gelegenheit mit Michael Keferstein von CaptchaAd zu sprechen. Dabei habe ich ihn nach den neuesten Entwicklungen gefragt. Nicht nur wurde CaptchaAd auf der “Global Entrepreneurship Competition” in Barcelona mit einem Preis ausgezeichnet, sie haben auch eine Finanzierungsrunde abgeschlossen. Was als nächste Schritte anstehen und warum er regelmäßig zum Likemind kommt verrät er auch noch…

PS: Diese Woche gibt es übrigens wieder ein Likemind. Infos gibt es auf der Facebook Gruppe zum Likemind Köln.

Chapeau! Anmeldung zur Internetwoche jetzt digital

Posted by Manuel on July 24, 2010 | 1 Comment

Das ging ja schnell! Gestern habe ich noch einen Artikel über den komplizierten Anmeldeprozess zur Internetwoche Köln geschrieben. Heute morgen ist das PDF-Formular verschwunden. Jetzt ist eine Anmeldung per Formular möglich. Kein Medienbruch mehr. Eine deutliche Verbesserung wie ich finde. Respekt für die schnelle Reaktion und Umsetzung an die Initiatoren.

PS: Mich würde aber noch generell interessieren wie die Situation rechtlich aussieht. Ist ein Formular und die Bestätigung von AGBs nicht auch rechtsbindend? Über eine Aufklärung freue ich mich.

Anmeldung zur Internetwoche Köln – Analog statt digital

Posted by Manuel on July 23, 2010 | 5 Comments

Ich habe schon gepostet, dass Köln sich als Internetstadt positioniert. Die grundlegende Idee finde ich gut und unterstützenswert. Nun wurde vom Eco Verband und der Kölner Internet Union eine Internetwoche Köln ins Leben gerufen, die vom 13. – 19. September – also zur gleichen Zeit wie die DMEXCO – statt finden wird. Die Idee ist eine Bündelung von Aktivitäten und Events auf eine einzige Woche. Auch diese Idee finde ich gut.

Weniger gelungen finde ich die Art und Weise wie interessierte Unternehmen sich für eine Teilnahme anmelden müssen. Das geht nämlich so:

  1. Formular (PDF) herunterladen
  2. Felder ausfüllen
  3. Formular ausdrucken
  4. Formular unterschreiben
  5. Zurückschicken (per Fax, eingescannt per Mail oder per Post)

Insgesamt ziemlich nervig. Bei einem Internet-Event erwarte ich einen schlankeren Prozess. Und digital, wir wollen ja das Internet feiern. Mit der Meinung bin ich nicht allein, der ein oder andere denkt da ähnlich.

Da ich Valentina Kerst und Claudio Kerst vom Eco kenne, habe ich die beiden gestern mal gefragt, was es mit diesem Prozess eigentlich auf sich hat. Glücklich sind die beiden damit nicht. Allerdings ist das oben beschriebene Prozedere der rechtlich sauberste und sicherste Weg. Aus rechtlichen Gründen ist eine Unterschrift (insbesondere für die Zustimmung zur Nutzung des Logos) notwendig. Das ist zwar nicht schön, ist aber so.

Ich wundere mich schon, warum ich bei anderen Plattformen wie z.B. dem Xing Unternehmensprofil, kein unterschriebenes Formular schicken muss. Da ich aber kein Jurist bin, gebe ich mich mit der Erklärung jetzt einfach mal zufrieden und drucke mein Formular aus. Das geht dann auch schön ordentlich per Fax an die Initiatoren. Wenn ich eine postalische Empfangsbestätigung vom Eco bekomme werde ich die hier posten… ;-)

Update 1: Der letzte Satz kam wohl etwas negativer rüber als er gemeint war. War eher als Scherz gemeint. Ich kann die Position des Eco durchaus verstehen. Das macht den Prozess an sich nicht besser, daran ist aber wohl eher deutsches Recht schuld. Mehr in den Kommentaren.

Update 2: Generell finde ich wie oben betont die Initiativen sehr gut. Endlich bewegt sich mal was. Und darum geht es doch letztendlich. Das der Prozess etwas holpriger ist, mutet auf den ersten Blick zwar komisch an, wird auf Nachfrage dann aber doch nachvollziehbar. Aber es geht ja um die Initiative an sich und nicht um den Anmeldeprozess. Daher würde ich mir wünschen, dass möglichste viele Startups und Unternehmen aus Köln mitmachen. Ob per Fax oder Formular ist ja dann auch egal. So, hoffe das wurde jetzt klarer.

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