Es wird immer wieder diskutiert: Brauche ich den besten Mitarbeiter oder brauche ich (nur) einen passenden Mitarbeiter?

Die Antwort ist sehr stark von der Art der Tätigkeit abhängig. Bei Arbeiten die anhand klar definierter Prozesse abgearbeitet werden müssen sind die Besten nur doppelt so gut wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter. Hier geht es inbesondere um die Verbesserung der Prozesseffizienz und die hat natürliche Limitierungen.

Bei Kreativarbeit, also Arbeit die kreative Lösungen und neue Ansätze erfordern, ist der beste Mitarbeiter fünfmal so gut wie ein durchschnittlicher Mitarbeiter (vielleicht auch zehnmal so gut wie ich auf Twitter gepostet habe). Hier geht es um die Effektivität und darum aus nahezu unendlich vielen Lösungsmöglichkeiten die beste zu finden.

Software-Entwicklung ist zu großen Teilen Kreativarbeit. Ich würde immer einen genialen Entwickler, fünf durchschnittlichen Vorziehen. Es lohnt sich also vor der Einstellung darauf zu achten, für welche Art der Tätigkeit gesucht wird. Dann wird die Suche nach dem richtigen Mitarbeiter zielgerichteter (aber nicht unbedingt einfacher).

Update: In den Kommentaren kam die berechtigte Frage nach der Herkunft der Zahlen auf. Die Zahlen sind nicht wissenschaftlich begründet oder empirisch belegt, sondern entstammen meiner Beobachtung/Erfahrung. Ich bin der Meinung, dass Effektivität sowieso nur sehr schwer messbar ist.

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5 Responses to Für Kreativarbeit nur die Besten einstellen

  1. Thomas says:

    woher hast du die zahlen?

  2. Manuel says:

    Die Zahlen habe ich aus dem Bauch geschossen. Kann das jmd. überhaupt messen? Aber schon richtig, hätte ich so kennzeichnen sollen.

  3. Thomas says:

    ich hätte niedriger getippt

  4. Oliver says:

    Die Zahlen dienen wenn auch nur einer Einschätzung. Im Ergebnis lässt sich zumindest erkennen, die besten Mitarbeiter sind einfach fast immer die bessere Wahl für die im Artikel genannten Tätigkeitsbereich. Ähnliche Erfahrungen konnte ich auch beobachten.

  5. Manuel says:

    Merci Oliver. Ich habe einen entsprechenden Hinweis auch noch in den Artikel mit rein genommen.

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