Ganz oder gar nicht, oder nicht?

Fortschritt ist großartig. Ich behaupte sogar, dass Fortschritt zu einem großen Teil zum gesellschaftlichen Glück bzw. zumindest Wohlstand beiträgt.

Dabei glaube ich, dass der große Fortschritt durch Taten und nicht durch Reden passiert. Ein Hemmnis für Fortschritt ist häufig die “ganz oder gar nicht” Mentalität.

Eine typische “ganz oder gar nicht” Aussage ist: “Die Idee ist super. Wir müssten aber erst eine umfangreiche Marktanalyse machen. Dafür fehlen uns Geld und Zeit. Deswegen machen wir es jetzt gar nicht.”

Besser als die “ganz oder gar nicht” Mentalität ist in den meisten Fällen die “etwas ist besser als nichts” Sicht. Damit meine ich “etwas” im Sinne des Umfanges, nicht der Qualität.

Anstatt einer Marktanalyse reicht es häufig schon mit 3-5 Leuten zu sprechen, um ein Gefühl für die Anforderungen zu bekommen. Toller Nebeneffekt ist, dass die Planungs-/Analysephase verkürzt wird und es direkt an die Umsetzung geht. Fortschritt eben.

“Ganz oder gar nicht” Projekte scheitern meist aufgrund von Perfektionismus, Angst vor dem Versagen oder fehlenden Ressourcen. Insbesondere in Ressourcenengpässen liegt aber eine große Chance.

Engpässe fördern immer kreative Lösungen. Die sind nicht nur effizienter in der Umsetzung, sondern häufig auch effektiver. Und somit fortschrittlich.

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