Ich habe schon über die “ganz oder gar nicht” Mentalität geschrieben. Dazu möchte ich ergänzen: Wenn es um Einsatz und Committment geht, bin ich ein großer Freund der “ganz oder gar nicht” Mentalität. Nicht aber bei Produkt oder Software-Entwicklung. Da präferiere ich die “etwas ist besser als gar nichts” Sicht. “Etwas” im Sinne des Umfanges, nicht der Qualität.

“Ganz” impliziert Vollständigkeit. In Software-Projekten ist Vollständigkeit (meist) nicht nötig, um einen mehr als ausreichenden Nutzen zu bieten. Im Gegenteil, ab einem bestimmten Punkt nimmt der Nutzen von Software mit zunehmender Anzahl an Funktionen ab.

Daher glaube ich, dass Produktmanager Diktatoren sein sollten. Das bedeutet, dass sie die Verantwortung und die Entscheidungshoheit für das Produkt (alleine) tragen müssen.  Das ist nicht immer einfach, denn der Vertrieb will noch jene Funktionalität, die Geschäftsführung eine andere und der Community-Manager braucht auch noch eine.

Deshalb sage ich: Produktmanager an die Macht! Wenn wieder neue “wäre doch toll, wenn die Software das könnte”-Features ausgedacht werden, lieber häufiger NEIN sagen. Weniger ist oft mehr. Wie in diesem Blog-Beitrag.

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