Endlich: Präsentation geschafft, Newsletter fertig, Business Case kalkuliert… Jetzt zum Chef und die Arbeit absegnen lassen. Hoffentlich hat er nicht mehr zu viele Änderungswünsche.

Qualität ist wichtig. Es ist aber viel effektiver das Qualitätsbewusstsein bei den Mitarbeitern zu schärfen, als immer als letzte Qualitätssicherungsinstanz die Qualität auf das angemessene Niveau zu heben. Qualitätsbewusstsein statt Qualitätskontrolle.

Die Anforderung an meine Mitarbeiter ist, dass sie eigenverantwortlich arbeiten. Sobald ich aber anfange zu kontrollieren und zu korrigieren, nehme ich sie aus der Verantwortung. Häufig sehe ich dann, dass die Qualität der Arbeit abnimmt, ganz nach dem Motto: “Fehler werden sowieso durch die Qualitätskontrolle korrigiert”.

Wenn den Mitarbeitern aber klar wird, dass Qualitätskontrolle die Ausnahme und nicht die Regel ist, gehen sie mit einem größeren Qualitätsbewusstsein an die Aufgabe heran. Die von Ihnen als “fertig” angesehene Arbeit ist dann eben auch die finale Version. Scary! Der Newsletter wird ohne Qualitätskontrolle durch die Führungskraft an tausende Empfänger verschickt (natürlich findet eine Rechtschreibkontrolle usw. statt).

Nicht jeder Mitarbeiter kann und will Verantwortung übernehmen. Individuelle Fähigkeiten, Art der Aufgabe, Auswirkung auf den Geschäftserfolg etc. sind große Einflussfaktoren bei der Entscheidung ob eine Qualitätskontrolle wichtig ist. Wer als Führungskraft aber bei allem immer inhaltlich kontrollieren muss, sollte sich überlegen ob er die richtigen Mitarbeiter eingestellt hat oder ob er den Mitarbeitern genug Freiraum lässt.

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