Meine produktivsten Arbeitszeiten sind abends, wenn ich alleine im Büro sitze. Ich habe lange gedacht, dass es an meinem Bio-Rythmus liegt. Sicherlich kann das einen Einfluss haben, allerdings bin ich auch an Wochenenden sehr produktiv.

Erst als ich mich mit dem “state of flow” beschäftigt habe, ist mir klar geworden was mich produktiv bzw. unproduktiv macht. Obwohl der “state of flow” eigentlich nicht für das tägliche Tun gedacht war, kann man während der Arbeit durchaus etwas vergleichbares erleben.

Wer so etwas schon mal erlebt hat, der weiß, dass es einige Zeit braucht bis man in diesen “Fluss” eintritt. Ein normaler Arbeitstag ist in der Regel gefüllt mit Unterbrechungen: Meetings, Fragen von Kollegen, ein klingelndes Telefon. Da ist es schwierig in den “Fluss” zu kommen.

Es braucht aber auch eine kurze Zeit um wieder rauszukommen. Wird man also im “Fluss” mit einer Frage unterbrochen so – so geht’s mir zumindest – muss der Frager die Frage häufig nochmal wiederholen. Man verliert also beim Ausstieg und beim darauffolgenden “Wiedereinstieg” wertvolle Zeit.

Wenn dann noch ein kleiner Small-Talk dazu kommt – weil es ja gerade so schön ist – dann gehen schon mal schnell 30 Minuten drauf. Und die verbleibenden 15 Minuten bis zum Meeting kann man auch nicht mehr produktiv nutzen… dann checke ich jetzt nochmal eben Mails und Facebook.

Es gibt einen zentralen Hebel um Unternehmen produktiver zu machen: Unterbrechungen am Arbeitsplatz reduzieren. Zu konkreten Ideen schreibe ich in einem gesonderten Beitrag was.

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One Response to Unterbrechungen sind die wahren Produktivitätskiller

  1. […] Ich habe bereits geschrieben, dass ich Meetings und Unterbrechungen generell für einen großen Produktivitätskiller und in den meisten Fällen auch für Verschwendung halte. Es gibt aber auch gute Gründe für […]

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